Home » Blog » Kontraktlogistik: Auslagerung mit Vor- und Nachteilen

Was ist Kontraktlogistik?

Unter Kontraktlogistik versteht man eine Kooperation zwischen einem Logistikanbieter und einem Unternehmer, wobei diese Zusammenarbeit auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Die Einzelheiten basieren, wie der Name schon sagt, auf einem Kontrakt. Dieser regelt die Einzelheiten einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen (z.B. Hersteller oder Händler) und dem Logistikdienstleister. Im englischsprachigen Raum spricht man auch von „Third Party Logistics“ oder „3PL“. Die Kontraktlogistik umfasst somit die Auslagerung der Logistikprozesse, wofür der Hersteller auf einen Logistikdienstleister setzt. Der Dienstleister ist ein Bindeglied zwischen dem Unternehmen (Auftraggeber) und dem Kunden und verantwortlich für fristgerechte Lieferungen. Dabei geht längst nicht mehr nur um die typischen Logistikleistungen wie Lagerhaltung und Transport von Seefracht, Luftfracht oder Landverkehr. Mittlerweile sind auf dem deutschen Markt ganze Leistungspakete buchbar, der Individualisierungsgrad ist stark gewachsen und maßgeschneiderte Zusatzleistungen sind gang und gäbe, um dem Kunden nicht nur Standardleistungen, sondern auch einen wirklichen Mehrwert anzubieten.

    Aufgaben der Kontraktlogistik

    Anders als in der klassischen Logistik bezieht sich Kontraktlogistik auf das gesamte Supply-Chain-Management: das Aufgabenspektrum reicht von der Herstellung der Ware bis zur Abgabe beim Endkunden. Manche Kontraktlogistik-Anbieter übernehmen sogar die Beschaffungslogistik. Neben den üblichen logistischen Dienstleistungen wie Warentransport, Auslieferung, Lagerhaltung, Lagerverwaltung, Etikettierung und Kommissionierung umfasst die Kontraktlogistik auch

      • Planung und Gestaltung ganzer Lieferketten
      • Auftragsabwicklung
      • Sendungsverfolgung
      • Buchhaltung und Inkasso
      • Gestaltung industrieller Anlagen
      • Qualitätsprüfung
      • Endmontage oder Teilmontage

      Auslagerung mit Vor- und Nachteilen 

      Neben Kostenersparnis, Planungssicherheit sowie der Konzentration auf Kernkompetenzen bietet die Kontraktlogistik weitere Vorteile:

      Vorteile der Kontraktlogistik:

      • Besser kalkulierbare Lager- und Lieferantenlogistik
      • Geringere Kosten für Personal, Transportsysteme und Flotte
      • Langfristige Geschäftsbindungen
      • Bewährte Logistikkonzepte
      • Höhere Lieferqualität und Konzentration auf Kernkompetenzen
      • Planungssicherheit und Kostentransparenz
      • Nutzung von Spezialisierungsvorteilen
      • Leistungen aus einer Hand
      • Transparente Kostenabrechnung

      Deutliche Vorteile liegen in der höheren Flexibilität im Hinblick auf den Einsatz von Personal, Fläche und Equipment sowie der Senkung von Kosten. Zusatzleistungen machen für viele Logistiker mittlerweile rund die Hälfte der Einnahmen aus. Ein Vorteil für alle Beteiligten: Das auftraggebende Unternehmen erhält alle Leistungen aus einer Hand, der ausführende Logistiker kann durch Zusatzleistungen seine Einnahmen erweitern und Kundenbindung verbessern.

      Auch die Reduzierung von Fixkosten stellt einen Vorteil dar. Die Beauftragung von individuellen, maßgeschneiderten Leistungen geht einher ohne zusätzlich abrechenbare Dienste, was die Kosten nachdrücklich verringert. 

      Ein wesentlicher Nachteil der Kontraktlogistik ist, dass sich der Logistikanbieter aufgrund langer Vertragslaufzeiten nicht einfach durch einen anderen ersetzen lässt, was sich als schwierig gestalten kann, sollte es zu Problemen bei der Zusammenarbeit kommen. Weitere negative Beeinträchtigungen oder problematische Faktoren können zudem sein: 

        Nachteile der Kontraktlogistik:

        • Projektrisiko
        • Qualitätsmängel
        • Hohe Initialkosten
        • Großer Verhandlungsaufwand bis zum Vertragsschluss
        • Kompetenzverlust
        • Bindungsfestigkeit
        • Insolvenz oder zu hohe Transportgebühren des Dienstleisters

        Bestenfalls werden die Nachteile der Kontraktlogistik sollen zu reinen Vorteilen umgewandelt, um eine beidseitige Zufriedenheit zu erzielen. Eine gut funktionierende Kooperation zeigt sich, wenn beide Seiten – Logistikanbieter und Unternehmer – am Erfolg Anteil nehmen und sich als echte Partner sehen und behandeln. Die Wahl des Geschäftspartners ist daher nicht zu unterschätzen. Transparenz, Qualifikation der Mitarbeiter und Preis-Leistungs-Verhältnis sind wichtigsten Prüfsteinen wie bei der Auswahl eines Kontraktlogistikdienstleisters.

        Die Wasem Logistik GmbH übernimmt auf langfristiger Vertragsbasis neben der normalen Ein- und Auslagerung logistische und logistiknahe Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette. Treten Sie in Kontakt und erfahren Sie mehr über maßgeschneiderte, branchenspezifische Leistungspakete, die weit über logistische Basisaktivitäten hinaus gehen.

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